Sardinien

Do 29.08.2019 bis So 01.09.2019

Wir fahren erst am Mittag ab und wählen als erstes Ziel zur Übernachtung Cremona. Stadt und Stellplatz kennen wir von unserer letztjährigen Süditalien-Reise.

Allerdings ist jetzt in der Stadt bedeutend mehr Betrieb.

Bevor wir durch den Appennin nach Sarzana fahren, besuchen wir noch Castell‘Arquato und Vigoleno, zwei sehenswerte Orte. Für viele, auch uns, bis jetzt unbekannt.

Noch wimmelt es an der toskanischen Küste von Touristen. So machen wir einen Umweg über Badia a Passignano, und fahren zu Kathrin und Johannes Davaz, auf das Weingut Poggio al Sole. Danach geht es noch bis Castagneto Carducci.

Am Morgen buchen wir die Fähre, Internet sei Dank, und sehen, dass es auf der Nachmittags-Fähre ab Piombino noch Platz hat. Also nichts wie hin. Doch statt um 14.30 Uhr soll sie erst 70 Minuten später abfahren. Genügend Zeit, um in Piombino herumzulaufen und etwas zu essen.

Fähre nach Elba
Unsere Fähre

Aus den 70 Minuten Verspätung werden bis zur Ankunft in Olbia 3 Stunden. So kommen wir, zusammen mit den 5 Stunden Überfahrt, erst um halb elf auf Sardinien an.

Dank Gespräch mit anderen Reisenden finden wir noch einen offenen Campingplatz.

Wichtig, um diese Jahreszeit darf man nur nach Rücksprache frei Campen.

Mo 02.09.2019 bis So 08.09.2019

Nun sind wir also wieder einmal auf Sardinen. Das erste Mal war vor über 20 Jahren mit dem Mietwagen für eine Woche, dann später eine Woche mit Fahrradtouren, ist aber auch schon lange her und jetzt mit dem Camper. Wir finden die Insel nach wie vor wunderschön, wenn da nicht überall Müll herumliegen würde, wie wir es von Süditalien her kennen. Insbesondere an der Küste entlang. Da helfen auch die Anstrengungen auf den Campingplätzen mit Mülltrennung etc. nur wenig. Aber es ist ein Anfang. Noch ist in Italien Ferienzeit und somit hat es immer noch entsprechend viele Touristen, aber natürlich nicht nur Italiener.

Wir bewegen uns der Ostküste entlang nach Süden, von Olbia bis Tortoli.

Übernachten am Meer, aber auch in den Bergen, wo etwas kühlere Temperaturen herrschen als die 30 Grad an der Küste. Wir geniessen einerseits die schönen Strände und das ausgesprochen warme Meer, zusammen mit all den Touris (Camping Tavolara nahe bei Olbia,

Spiaggia Berchida,

Osalla Beach Garden bei Orosei

Orosei
Orosei
Orosei

und Camping Cigno Bianco bei Tortoli),

andererseits die kühlere Luft in den Bergen und das Wandern.

Natürlich hat es hier auch bedeutend weniger Leute (höchstgelegener Stellplatz in Sardinien auf über 1000 m, Camper Service Silana). Die fünfstündige Wanderung in die Schlucht Gorropu lohnt sich allemal.

Erstaunlicherweise hat es, je weiter südlich wir kommen bedeutend weniger Müll der herumliegt. Liegt es doch nicht nur an den Italienern, sondern auch an den Touristen?

Mo 09.09.2019 bis So 15.09.2019

Nach drei Übernachtungen und einem Besuch von Tortolì, mit den Velos, wird es Zeit, weiter zu fahren.

Ein heftiges morgendliches Gewitter hält uns noch etwas auf, aber dann geht es weiter nach Süden. Über Muravera an die Costa Rei und bis Villasimius. Wunderbare Gegend, mit schönen Badebuchten.

Wir bleiben zwei Tage in Villasimius (Camping del Riso) und verbringen die Zeit mit viel lesen, Velofahren, aber auch baden. Das Meer ist nach wie vor immer noch sehr warm.

Das Bild auf dem Kopf und schon sind wir in Italien

Der Touristenstrom hat unseres Erachtens noch nicht gross abgenommen und auch der Müll an der Straße hat eher wieder zugenommen.

Unsere Reise führt uns nun weiter nach Cagliari.

Parkieren können wir in Cagliari direkt bei der Altstadt und der Anlegestelle für Kreuzfahrtschiffe. Die engen Gassen und das Treiben erinnern uns unweigerlich an Neapel. Der Zustand der Gebäude leider auch, aber wie überall in Italien fehlt einfach das Geld.

Nach gut drei Stunden verlassen wir Cagliari. Wir verzichten noch weiter in den Süden zu fahren und nehmen die Straße nach Iglesias und weiter bis Buggerru. Die Küstenstrasse ist spektakulär und der Stellplatz in Buggerru direkt am Meer gut gelegen. Es gibt sogar noch fangfrischen Thon fürs Nachtessen zu kaufen.

Unser nächstes Ziel ist die Hochebene Giara di Gesturi auf 550 m, mit seinen Wildpferden. Der Weg dahin führt uns auf kurvenreichen Strassen von der Küste weg ins Landesinnere.

Im Park auf der Hochebene können wir auf einer Wanderung auch die Wildpferde sehen.

Der Parkplatz beim Parkeingang bietet eine herrliche Aussicht über das Tal und nach Rücksprache dürfen wir die Nacht vom Freitag dem 13.09.2019 hier verbringen. Und das fast bei Vollmond.

Ganz in der Nähe befindet sich auch die Anlage von Su Nuraxi (Weltkulturerbe der UNESCO). Weitere Infos findest Du im Wikipedia.

Bei über 30 Grad zieht es uns wieder an die Küste und so fahren wir zuerst nach Oristano und besichtigen die Altstadt,

bevor wir an die Küste zum Spiaggia Is Arustas (Cabras) fahren. Wir meinen, dass das Meer im Westen etwas kühler ist, als im Osten, vielleicht liegt es aber auch an der hohen Lufttemperatur. Wir finden den Strand hier sehr ansprechend, auffallend ist der grobe Sand, wie Reiskörner.

Trotzdem zieht es uns weiter Richtung Norden und so verlassen wir am nächsten Tag Is Arustas und fahren durch das Gebirge über Santa Lussurgiu nach Cuglieri.

Sprayer bei Santa Lussurgiu

Nach einem kurzen Halt in Cuglieri und der Besichtigung der, über dem Ort thronenden Kirche, geht es nach Bosa.

Oberhalb dem malerischen Bosa liegt das Castello di Serravalle. Bei fast 30 Grad verzichten wir auf einen Aufstieg.

Nun nehmen wir noch die Küstenstrasse bis Alghero.

Hier holt uns der ganz grosse Tourismus wieder ein. Wir hören aber, dass ganz im Norden bedeutend weniger Leute unterwegs sein sollen. Wir werden sehen. Bezüglich der vielen Touristen muss noch gesagt werden, dass es nicht nur Pensionäre sind, nein, es sind auch sehr viele junge Leute mit Kindern unterwegs. Sardinien scheint ein sehr beliebtes Reiseziel zu sein.