Wüsten des Orients 2021-2022

Reiseplanung in Zeiten von Covid ist schwierig und bedingt grosse Flexibilität.

Unsere Reise sollte über die Türkei, den Iran und die Arabische Halbinsel führen. Da Iran wegen Covid noch nicht bereist werden kann, muss nun umgeplant werden und so werden die Autos nach Aqaba, Jordanien verschifft und wir folgen mit dem Flugzeug. Die Reise soll also in umgekehrter Richtung erfolgen.

Heute am 12. November 2021 haben wir in Bremerhaven das Auto abgegeben und sind guten Mutes, dass wir, trotz wieder steigenden Ansteckungszahlen, bald nach Jordanien abreisen können.

Die Reise wird organisiert von AllradOsten und unsere Allrad-Gruppe besteht aus 12 Fahrzeugen plus zwei Begleitfahrzeugen.

Wir freuen uns natürlich besonders, dass Elisabeth und Hansueli Müller, ebenfalls aus Wilen dabei sind. Die anderen Teilnehmer werden wir in Amman kennen lernen. Was wir schon wissen, es sind fünf Schweizer, sechs Deutsche und ein Luxemburger Fahrzeug.

Mo 06.12.2021 bis Sa 12.12.12.2021

Endlich ist es soweit. Da unser Flug verschoben wurde und schon um sieben Uhr morgens stattfindet, reisen wir am Vorabend nach Kloten und geben bereits das Gepäck auf. Guter Entscheid, dauert doch das Einchecken mit all den Covid-Vorschriften über 30 Minuten. Danach ab ins Hotel Leonardo. 

Wir fliegen pünktlich ab nach Wien und warten hier durch die Verschiebung doch relativ lange auf den Anschlussflug nach Amman.

Pünktlich in Amman angekommen geht die ganze Abfertigung sehr zügig, auch Geld wechseln, SIM-Karte kaufen und der Transfer ins Hotel. Vorteile, wenn eine Organisation dahinter steckt.

Geplant ist, unsere Fahrzeuge am Freitag in Aqaba aus dem Hafen zu holen.

So haben wir noch zwei Tage Zeit, Amman und die nähere Umgebung etwas anzuschauen. 

Interessant die Zitadelle mit dem Herkules Tempel und dem Museum mitten in der Stadt und auf einem der sieben Hügel gelegen. Amman ist ja, wie Rom, auf sieben Hügeln gebaut. Ein Zeichen, dass die Römer am Werk waren. Aber auch die Altstadt mit den Märkten und dem emsigen Treiben macht Spass.

Im Norden besuchen wir Umm Qays mit Blick auf die Golanhöhen und in der Ferne den See Genezareth. Wir sind in Jordanien, sehen Israel und Syrien und nicht weit weg fängt der Libanon an.

Am nächsten Tag geht es Richtung Totes Meer, wo wir baden können und dann weiter nach Aqaba. Hier wollen wir morgen unsere Autos aus dem Hafen holen „ inschallah„.

Morgens um zehn werden wir zu einem schönen Beach Club gefahren, wo wir auf die Freigabe unserer Autos warten.

Wir wissen zwischenzeitlich, dass unsere Autos die ersten eingelösten Autos sind, die auf diesem Weg nach Jordanien gelangen. Eine Herausforderung für die jordanischen Beamten. Da aber gestern bereits zwei andere Gruppen freigegeben wurden, sind wir guten Mutes. Aber wie so oft kommt es anders und wir müssen abends unverrichteter Dinge wieder zurück ins Hotel. Irgendeine wichtige Person ist nicht erschienen und die Papiere können nicht gestempelt werden.

Morgen starten wir einen neuen Versuch.

Heute klappt es, nach zwei fahren wir in den Hafen und können unsere Autos entgegen nehmen. Schäden stellen wir keine fest, in einem Fahrzeug wurde aber so ziemlich alles gestohlen. Wo es passiert ist, muss jetzt die Polizei ausfindig machen. Man geht davon aus, dass es auf dem Schiff passiert ist, da auf den Hafenkameras nichts ersichtlich ist.

Zurück im Beach Club werden die Fahrzeuge eingerichtet und mit Wasser, Gas etc. ausgerüstet. Zufrieden verbringen wir die erste Nacht in unseren sehr unterschiedlichen Fahrzeugen. Die grossen Brummis sind in der Überzahl.